Durchs Dach gezählt werden Kabel, nicht Kilowatt: Jeder String bringt zwei DC-Leitungen (Plus und Minus) durchs Dach, dazu auf Wunsch eine Erdungsleitung. Die NEXCAPE PV-Dachdurchführung gibt es für 2 Kabel, 2 Kabel + Erdungskabel, 4 Kabel und 4 Kabel + Erdungskabel.

Mit dem Rechner unten sehen Sie in wenigen Sekunden, welche Ausführung und wie viele Stück nach Faustregel zu Ihrer Anlage passen. Darunter finden Sie die komplette Faustregel-Tabelle.

Faustregel, keine Planung – die Stringplanung macht der Installateur.

Rechner: Welche Dachdurchführung brauche ich?

1. Was für eine Anlage haben Sie?
2. Auf wie vielen Dachflächen liegen Module?

Ost + West = 2 Dachflächen.

3. Geht eine Erdungsleitung mit durchs Dach?

Länge 105 / 125 / 150 mm richtet sich nach der Ziegel-Überlappung, nicht nach der Anlagengröße. Im Zweifel die längere Ausführung.

Faustregel-Tabelle

Annahmen: Module 430–460 Wp (Rechenwert 450 Wp), String-Wechselrichter 1000–1100 V, 1 String je MPP-Tracker, jeder String einzeln bis zum Wechselrichter, eine Durchtrittsstelle je Dachfläche, Erdungsleitung optional als ein zusätzlicher Leiter.

Anlagengröße typ. Module (450 Wp) typ. Strings PV-Kabel durchs Dach Empfehlung 1 Dachfläche Empfehlung 2 Dachflächen (z. B. Ost/West)
Balkonkraftwerk bis 2 kWp (800 W) 2–4 Mikro-Wechselrichter, 2–4 Eingänge Mikro-WR auf dem Dach: 1 AC-Zuleitung · Mikro-WR im Haus: 2 Leitungen je Modul (4–8) Mikro-WR auf dem Dach: 1× Zuleitung · im Haus, 2 Module: 1× 4 Kabel · 4 Module: 2× 4 Kabel Mikro-WR auf dem Dach: 1× Zuleitung (bei 2 getrennten Mikro-WR 2×) · im Haus: je Dachfläche 1 Stück nach Modulzahl der Fläche (1 Modul: 2 Kabel, 2 Module: 4 Kabel)
3–5 kWp 7–11 1 String 2 (+ Erdung) 1× 2 Kabel (mit Erdung: 2 Kabel + Erdungskabel) 2× 2 Kabel (je Fläche eins, ggf. + Erdungskabel) oder 1× 4 Kabel (+ Erdung), wenn beide Strings an einer Stelle durchs Dach gehen
6–8 kWp 13–18 1–2 Strings 2–4 (+ Erdung) 1× 4 Kabel (+ Erdung) – häufig auf 2 MPP-Tracker geteilt · nur wenn sicher 1 String: 1× 2 Kabel (+ Erdung) 2× 2 Kabel (je Fläche eins, ggf. + Erdungskabel) oder 1× 4 Kabel (+ Erdung) bei gemeinsamem Durchtritt
10 kWp 22–23 2 Strings (2 MPP-Tracker) 4 (+ Erdung) 1× 4 Kabel + Erdung 2× 2 Kabel (je Fläche eins, ggf. + Erdungskabel) oder 1× 4 Kabel (+ Erdung) bei gemeinsamem Durchtritt · mehr als 18 Module auf einer Fläche: dort 4 Kabel
15 kWp 33–34 2–3 Strings 4–6 (+ Erdung) 2 Strings: 1× 4 Kabel (+ Erdung) · 3 Strings: 2× 4 Kabel (eins + Erdung) 2× 4 Kabel (je Fläche eins, ggf. + Erdungskabel)
20 kWp 44–45 3–4 Strings (z. B. 3 MPP-Tracker) 6–8 (+ Erdung) 2× 4 Kabel (eins + Erdung) 2× 4 Kabel (je Fläche eins, ggf. + Erdungskabel)
30 kWp (Gewerbe/Landwirtschaft) 66–67 4–6 Strings, oft 2 Wechselrichter 8–12 (+ Erdung) 2× 4 Kabel (eins + Erdung) · bei 5–6 Strings 3× 4 Kabel 2× 4 Kabel (je Fläche eins, ggf. + Erdungskabel) · bei 5–6 Strings 3× 4 Kabel

Wann weniger Stück reichen

Wenn Strings auf dem Dach parallel zusammengelegt werden (dann 2 statt 4 Leitungen) oder mehrere Strings denselben Durchtritt nutzen.

Wann mehr nötig sind

Bei zusätzlichen Dachflächen oder Gauben, Leitungen zu Optimierern oder Monitoring, Blitzschutz mit eigenem Ableitweg oder einer geplanten Erweiterung – dann lieber 4 Kabel statt 2 Kabel.

Was die Faustregel nicht weiß

  • Dachflächen zählen mehr als kWp. Jede Ausrichtung bekommt normalerweise einen eigenen String; Verschattung (Gaube, Schornstein) kann einen String zusätzlich teilen.
  • Der Wechselrichter entscheidet mit: Anzahl der MPP-Tracker, 1 oder 2 Strings je Tracker, maximaler Eingangsstrom, 1000 oder 1100 V. Ein Speicher ändert auf dem Dach nichts – die Batterie hängt am Wechselrichter im Haus.
  • Parallel auf dem Dach oder jeder String einzeln – das entscheidet Ihr Installateur. Der Rechner rechnet jeden String einzeln mit eigenen Leitungen (obere Grenze); ab etwa 50 Modulen nennt er zusätzlich den Fall mit 5–6 Strings.
  • Erdung: Ob eine Potentialausgleichsleitung durchs Dach geht und ob einmal pro Anlage oder je Modulfeld, hängt von Gestell, Blitzschutz und Verlegeweg ab.
  • Mikro-Wechselrichter auf dem Dach: Dann geht eine AC-Zuleitung durchs Dach, keine DC-Strings.
  • Kabelmaße: PV-Kabel bis 7,5 mm Außendurchmesser, Erdungskabel bis 9 mm Außendurchmesser. Eine 16-mm²-Erdungsleitung passt nur einfach ummantelt – messen Sie im Zweifel den Außendurchmesser; über 9 mm bitte kurz Rücksprache.
  • Abriebschutz: Die Dachdurchführung aus TPU schützt die Kabelisolierung an der Ziegelkante vor Abrieb. Den Schutz vor Regen übernimmt wie gewohnt die Ziegeldeckung.

Faustregel – die Stringplanung macht Ihr Installateur. Im Zweifel die 4er-Ausführung: zwei freie Eingänge schaden nicht, ein fehlender schon.

Unsicher? Schreiben Sie uns an support@nexcape.de – wir helfen Ihnen vor der Bestellung bei der Auswahl.